19/01/2026
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1.18% |
7.14% |
5.74% |
(Daten vom Freitag vor der Publikation)
Gegenwind an den Märkten
Die vergangene Woche stand im Zeichen einer Verbesserung des makroökonomischen Klimas, aber auch einer zunehmenden Vorsicht im Vorfeld der Berichtssaison und aufgrund der wieder aufflammenden geopolitischen Spannungen.
Fed steht unter politischem Druck
Die europäischen Börsen verzeichneten neue Höchststände, bevor sie zum Wochenschluss aufgrund von Gewinnmitnahmen leicht nachgaben. Der erneute Appetit der Anleger auf Technologiewerte, der durch die soliden Ergebnisse von TSMC und die KI-Begeisterung unterstützt wurde, vermochte das nach wie vor unsichere politische und wirtschaftliche Umfeld zu kompensieren.
An der geopolitischen Front wurde der versöhnlichere Ton von Donald Trump gegenüber dem Iran als Deeskalationssignal interpretiert, was zu einer deutlichen Entspannung beim Ölpreis führte. Im Gegensatz dazu trugen die Spannungen im Zusammenhang mit Grönland weiterhin zur Outperformance des Verteidigungssektors in Europa bei. Die militärische Erkundungsmission in der Arktis und die Androhung neuer US-Zölle für mehrere europäische Länder sorgen für eine anhaltend hohe politische Risikoprämie. Die Volatilität in den auf den internationalen Handel ausgerichteten Sektoren nimmt zu.
In den USA steht weiterhin die US-Notenbank Fed im Zentrum der Aufmerksamkeit. Sie steht unter wachsendem politischen Druck. Gegen Jerome Powell wird in beispielloser Art juristisch vorgegangen, während sich die Anzeichen für eine Einmischung des Weissen Hauses mehren, insbesondere in Form eines geplanten Zinsdeckels für Kreditkarten.
Die Inflation lag im Dezember bei 2,7% gegenüber dem Vorjahr, was die deutliche Abschwächung zum Jahresende 2025 bestätigt. Diese Verbesserung hatte allerdings keinen Einfluss auf die Marktantizipationen, die bis zur Ende der Amtszeit von Powell im Juni eine erneute Zinssenkung ausschliessen. Der Arbeitsmarkt bleibt robust; die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe liegen auf dem tiefsten Stand seit Ende November.
Deutschland ist zurück auf dem Wachstumspfad
In Europa verzeichnete Deutschland im vergangenen Jahr nach zweijähriger Rezession wieder ein leichtes Wachstum von 0,2%. Diese Erholung bleibt anfällig. Sie wird hauptsächlich vom Konsum und den öffentlichen Ausgaben getragen, während der Aussenhandel mit kräftigem Gegenwind zu kämpfen hat. Allerdings erscheinen die Perspektiven für 2026 günstiger. Sie dürften von massiven Investitionen in Infrastruktur und Verteidigung getragen werden. Die Inflation in Deutschland liegt bei 1,8% und untermauert die Vorstellung eines weniger restriktiven monetären Umfelds in der Eurozone.
Asien ist von eindrücklichen Kontrasten geprägt. In Japan hat die Aussicht auf ein neues massives Konjunkturprogramm, das hohe politische Popularität geniesst, den Nikkei-Index in die Höhe katapultiert. Damit wurde illustriert, dass Massnahmen zur Unterstützung der Liquidität eine höhere Bedeutung als der Verschuldungproblematik beigemessen wird. In China hat die Veröffentlichung eines rekordhohen Handelsbilanzüberschusses und eines Jahreswachstums von 5% bestätigt, dass das Land trotz der US-Zölle fähig ist, seine Handelsströme neu auszurichten Der industrielle Hochlauf, insbesondere in den Bereichen Halbleiter, Automobile und Anlagen, bleibt eine zentrale Säule dieser Resilienz.
Letztlich lieferte der Start in die Berichtssaison gemischte Signale. Obwohl die US-Grossbanken steigende Gewinne auswiesen, wurden die Kurse durch die hohen Erwartungen und die Regulierungsrisiken belastet. Der S&P 500 schloss mit einem leichten Minus von 0,38%, der Nasdaq büsste 0,66% ein. Der Stoxx Europe 600 legte um 0,77% zu, während der SMI mit -0,06% praktisch unverändert schloss.
